CBD bei Angst

CBD bei Angst: Hilft Cannabidiol dabei, weniger Angst zu empfinden?

Ein häufiger Einsatzbereich von Cannabidiol (CBD) ist die Linderung von Ängsten. Die Cannabidiol Produkte sollen neben vielen anderen positiven Auswirkungen wie den schmerz- oder entzündungshemmenden Eigenschaften nämlich auch eine angstlösende Wirkung besitzen. Doch kann CBD bei Ängsten wirklich helfen? Wir haben Informationen zu dem Thema zusammengetragen.

Angststörungen zählen zu den am häufigsten auftretenden psychischen Erkrankungen

Angststörungen treten in unserer Gesellschaft häufig auf: Es soll rund vier Millionen Betroffene in Deutschland geben. Frauen sind etwa doppelt so häufig betroffen wie Männer. Die Angst kann sich auf unterschiedliche Ereignisse, Gegenstände, Tiere oder Menschen beziehen. Sie hat verschiedene Ursachen und wird von Betroffenen als sehr störend empfunden, besonders dann wenn die Angst bereits das tägliche Leben beeinträchtigt. Als Behandlungsmöglichkeiten kommen unter anderem diverse Therapieverfahren, aber auch Medikamente zum Einsatz. Psychopharmaka spielen dabei eine besondere Rolle. Doch nicht jeder Patient möchte auf die chemisch hergestellten Mittel zugreifen, um seine Angst durch Wirkstoffe zu lindern. Denn Psychopharmaka gehen oft mit schweren Nebenwirkungen einher. Als Alternativen werden daher auch verschiedene pflanzliche Arzneimittel wie Passionsblume oder Baldrian angeboten. Doch manche Betroffene schwören stattdessen auf Cannabidiol (CBD), um eine angstlösende Wirkung zu erreichen. Doch funktioniert das wirklich?

CBD bei Angst: Hilfreich oder nicht?

Wie in den meisten CBD-Fragen gibt es auch auf dem Gebiet der Angstlinderung bisher nur wenige Studien. Die meisten Angstpatienten, die CBD ausprobieren, sind durch eine Empfehlung auf den Wirkstoff aufmerksam geworden. Im Internet finden sich zum Beispiel zahlreiche aussagekräftige Erfahrungsberichte zu dem Thema. Dennoch finden sich einige interessante Studien, die nicht unerwähnt bleiben sollten.

Studie über CBD bei Angst: CBD wirkt, doch es ist unklar warum

In der Studie mit dem Titel „Effects of cannabidiol (CBD) on regional cerebral blood flow“ aus dem Jahr 2004 bestätigen Forscher der Universität von São Paulo in Brasilien eine angstlösende Wirkung durch CBD. Allerdings ist unklar, woher die Wirkung kommt. Nachzulesen ist die Studie hier: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/14583744.

Studie zur Beziehung zwischen sozialen Angststörungen und Cannabidiol (CBD)

Im Jahr 2011 publizierte eine Forschergruppe eine Studie zum Thema „Neural basis of anxiolytic effects of cannabidiol (CBD) in generalized social anxiety disorder: a preliminary report.“ Die Studie kann hier nachgelesen werden: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20829306. Die soziale Phobie beschreibt eine Angst, die in sozialen Situationen auftritt. Betroffene fühlen sich dabei vor allem im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit sehr unwohl, weil sie die Befürchtung haben, dass sie sich blamieren.

Weitere Studien zum Thema

Daneben gibt es weitere Studien, die Sie unter anderem hier nachlesen können:

Wie Angst entsteht und wo CBD ansetzt

Angst ist eigentlich ein völlig normales Gefühl, dass nahezu alle Menschen in ihrem Leben kennenlernen. Sie dient dazu, dass wir uns aus gefährlichen Situationen befreien oder gar nicht erst hinein geraten. Manche Menschen sind jedoch ängstlicher als andere. Doch das allein macht noch keine Angststörung aus. Erst wenn die Angst einen Menschen so sehr lähmt, dass sein Leben beeinträchtigt ist, sprechen wir von einer behandlungsbedürftigen Angststörung. Angst entsteht durch die Wirkung von bestimmten Neurotransmittern, die im Gehirn produziert und ausgestoßen werden. Die Neurotransmitter werden über das Blut im Körper verteilt und führen dazu, dass wir Angst empfinden. Und hier setzt CBD an: Der Ausstoß von Angst-Neurotransmittern lässt sich durch CBD offenbar hemmen. Dadurch befindet sich im Blut eine geringere Konzentration, so dass wir weniger Angst empfinden. Hinzu kommt die beruhigende Wirkung von Cannabidiol. Wer CBD einnimmt, fühlt sich also deutlich entspannter in Situationen, die sonst Angst auslösen würden.

Cannabidiol: Angst vor dem „High-werden“ ist unbegründet

Viele Menschen mögen das Gefühl eines Rausches oder „High-werdens“ nicht. Ein Rausch wird manchmal wie ein Kontrollverlust empfunden, der sogar neue Ängste auslösen kann. Die Annahme, dass Cannabis immer einen Rausch auslöst, ist weit verbreitet. Doch im Fall von CBD ist diese Sorge unbegründet. Denn die chemische Verbindung wirkt nicht psychoaktiv, löst also für sich genommen überhaupt keinen Rausch aus. Das auftretende Hochgefühl beim Konsum von Cannabis geht stattdessen auf die chemisch ähnliche Verbindung THC (Tetrahydrocannabinol) zurück, die ebenfalls in Cannabis-Pflanzen vorkommt. THC und CBD sind sich zwar chemisch ähnlich, doch in ihrer Wirkung sehr unterschiedlich. In jeder Cannabis-Sorte ist gleichermaßen THC und CBD vorhanden, die bezüglich der Angst entgegen wirken können: THC gilt eher als Angstauslöser, während CBD entspannt und beruhigt. Doch das Verhältnis unterscheidet sich von Sorte zu Sorte, es kommt also auf die Cannabis-Pflanze an. In einigen Sorten ist der THC-Gehalt hochgezüchtet worden, was der Linderung von Ängsten stark entgegensteht. Wer mit Cannabis Ängste lindern möchte, sollte entsprechende Produkte auf CBD-Basis verwenden. Sie stehen zum Beispiel in Form von Öl oder als Kapseln zur Verfügung.

Nebenwirkungen von CBD bei Angst

Laut bisheriger Studien ist CBD weitgehend frei von Nebenwirkungen und ungefährlich. Doch die bisher publizierten Studien haben das Thema CBD noch nicht ausreichend erfasst. Es gibt einige widersprüchliche Studien und gewisse Bereiche sind noch gar nicht untersucht worden. Sicher ist jedoch, dass es zu gewissen Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten kommen kann. Zu den Medikamenten können auch Psychopharmaka zählen. Deshalb sollten sich Patienten, die bereits regelmäßig Medikamente einnehmen, sich vor der Einnahme von CBD von ihrem behandelnden Arzt beraten lassen. Aufgrund der schwammigen Forschungslage und gewissen Wirkungen auf Plazenta-Enzyme wird Schwangeren grundsätzlich von der Einnahme von CBD abgeraten.

Fazit: Eine Wirkung von CBD bei Angst lässt sich nicht abstreiten

Zwar gibt es bisher nur wenige Studien, die der angstlösenden Wirkung von CBD auf die Spur kommen, dennoch lässt sich heute bereits sagen, dass es definitiv eine angstlösende Wirkung gibt. Betroffene sollten jedoch nicht auf eigene Faust eine Behandlung mit CBD ausprobieren. Um Ängste langfristig zu überwinden, ist eine Therapie manchmal unumgänglich. In Kombination mit einer Verhaltens- oder Gesprächstherapie lassen sich die störenden Auswirkungen häufig deutlich schneller und nachhaltiger besiegen. Wer dennoch auf CBD als Wirkstoff gegen Angst setzt, profitiert von einem weitgehend nebenwirkungsfreien Produkt. Nur Schwangere und Patienten, die bereits regelmäßig Medikamente einnehmen, sollten auf die Einnahme von CBD verzichten oder eine ausgiebige Beratung beim behandelnden Arzt in Anspruch nehmen.



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